Flow monitor
Mit den Strömungswächtern und Luftstromfühlern von S+S überwachen Sie Luftströmungen in Lüftungs- und Klimakanälen. Wählen Sie die passende Ausführung für Ventilatoren, Stellklappen, Befeuchter oder elektrische Heizregister: mit Schaltkontakt zur Grenzwertüberwachung, analogem Messwertausgang oder Modbus RTU zur Einbindung in die Gebäudeautomation. Je nach Modell stehen Kanalfühler, Geräte mit externer Sonde, Hutschienen-Ausführungen und Varianten mit Display zur Verfügung. Ausgewählte Modelle berechnen zusätzlich den Volumenstrom aus der Strömungsgeschwindigkeit und der eingestellten Kanalquerschnittsfläche. Für Wasser und andere Flüssigkeiten finden Sie eine separate Produktauswahl.
Was ist ein Strömungswächter?
Ein Strömungswächter überwacht, ob sich ein Medium ausreichend bewegt. Bei einem Gerät mit Schaltausgang verändert sich der Kontaktzustand beim Erreichen eines festgelegten Grenzwerts. Luftstromwächter übernehmen diese Aufgabe in Lüftungskanälen. Luftstromfühler mit Messwertausgang liefern dagegen Werte für eine übergeordnete Regelung. Für Flüssigkeiten werden zum Medium und Rohrsystem passende Ausführungen eingesetzt.
Schnellauswahl:
- Luftstrom schalten: KLSW und PLSW
- Luftgeschwindigkeit als Messwert ausgeben: KLGF und PLGF
- Schaltschrankmontage: KHSSW und KHSSF
- Digitale Anbindung: Strömungswächter mit Modbus RTU
- Mechanische Luftüberwachung: Windfahnenschalter
- Wasser und Flüssigkeiten: Strömungswächter für flüssige Medien
Wie funktionieren Strömungswächter und Luftstromfühler?
Die elektronischen Baureihen KLGF/KLSW, PLGF/PLSW und KHSSF/KHSSW arbeiten kalorimetrisch: Die Luftströmung verändert den Wärmeübergang am Sensor. Daraus ermittelt die temperaturkompensierte Auswertung die Strömungsgeschwindigkeit.
Schaltkontakt: Grenzwerte überwachen
KLSW und PLSW melden über einen Kontakt, ob der eingestellte Schaltpunkt erreicht wird. Die angeschlossene Steuerung setzt daraus eine Meldung, Freigabe oder Abschaltung um.
Analogausgang: Messwerte auswerten
KLGF-U und PLGF-U übertragen die Luftgeschwindigkeit als 0–10-V-Signal an den Regler. Weitere Ausführungen kombinieren Messwertausgang und Schaltkontakt.
Modbus RTU: digital anbinden
Modbus-Ausführungen übertragen Messwerte an die Gebäudeautomation. Verfügbare Messgrößen, Register und Busparameter richten sich nach dem Modell.
Wählen Sie Ausgang, Versorgung und Anschlussdaten passend zur Steuerung. Bei Schaltgeräten ist außerdem die zulässige Kontaktbelastung zu beachten.
Welche Bauform passt zu Ihrer Anlage?
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Direkt am Lüftungskanal
Passende Ausführung: KLSW mit Schaltausgang oder KLGF mit Messwertausgang.
Geeignet für: Anlagen, bei denen Fühler und Gehäuse am Kanal montiert werden können.
Merkmale: Verschiedene Varianten und Einbaulängen; je nach Modell mit oder ohne Display. Die Auswahl richtet sich nach Kanalabmessungen, Zugänglichkeit und gewünschtem Ausgang.
Mit externer Kanalsonde
Passende Ausführung: PLSW beziehungsweise PLGF.
Geeignet für: Einbausituationen, in denen Sonde und Elektronik räumlich getrennt angeordnet werden sollen.
Merkmale: Externe Sonde mit Montageflansch. PLSW-Varianten stellen einen Schaltausgang bereit; PLGF-U liefert einen analogen Messwert. Weitere Funktionen hängen von der Ausführung ab.
Für die Hutschiene
Passende Ausführung: KHSSW oder KHSSF.
Geeignet für: Verteilungen und Schaltschränke, in denen die Elektronik auf einer 35-mm-Trageschiene sitzen soll.
Merkmale: Externe Strömungssonde für den Kanal. KHSSW arbeitet mit Schaltausgang; KHSSF-W verbindet einen aktiven Ausgang mit einer Schaltfunktion. Für digitale Messwertübertragung steht beispielsweise KHSSFV-Modbus zur Verfügung.
Mit berechnetem Volumenstrom
Passende Ausführung: Beispielsweise KLGFVT-W LCD oder PLGFV-W LCD; für Modbus unter anderem PLGFV-Modbus und KHSSFV-Modbus.
Geeignet für: Anwendungen, die zusätzlich zur Luftgeschwindigkeit den berechneten Luftvolumenstrom benötigen.
Merkmale: Der Funktionsumfang ist modellabhängig. Beim KLGFVT-W LCD wird außerdem die Temperatur erfasst. Prüfen Sie vor der Auswahl, welche Größe am Ausgang oder über die Schnittstelle verfügbar sein soll.
So wählen Sie den passenden Strömungswächter aus
Medium und Aufgabe klären. Geht es um Luft im Lüftungskanal oder um Wasser in einer Rohrleitung? Für Wasser und andere Flüssigkeiten verwenden Sie die separate Collection für flüssige Medien. Ein mechanischer Windfahnenschalter gehört dagegen zur Luftüberwachung.
Arbeitsbereich festlegen. Vergleichen Sie die im Betrieb erwartete Luftgeschwindigkeit mit dem Mess- beziehungsweise Einstellbereich. Bei einer Schaltaufgabe muss sich der benötigte Grenzwert sinnvoll einstellen lassen. Ein großer Messbereich allein beantwortet diese Frage nicht.
Ausgang und Versorgung abstimmen. Entscheiden Sie zwischen Schaltkontakt, Analogsignal und Modbus. Kontrollieren Sie danach die Versorgungsspannung, Eingangsdaten der Steuerung und Anschlussbedingungen. Eine passende Schnittstelle bedeutet nicht automatisch, dass auch die elektrische Ausführung passt.
Einbau und Umgebung berücksichtigen. Kanalabmessungen, Einbaulänge und Erreichbarkeit bestimmen die Bauform. Prüfen Sie die zulässigen Temperatur- und Umgebungsbedingungen. Angaben zur Schutzart können für Gehäuse und Sensor unterschiedlich sein.
Anzeige und Zusatzgrößen gezielt wählen. Ein Display erleichtert das Ablesen vor Ort. Temperaturerfassung und Volumenstromberechnung sind zusätzliche, modellabhängige Funktionen. Wählen Sie sie nach dem tatsächlichen Informationsbedarf der Anlage.
Was ist bei Montage und Inbetriebnahme wichtig?
Die Sonde muss an einer geeigneten Stelle im Kanal sitzen. Halten Sie Einbaurichtung, Einbaulage und die in der zugehörigen Anleitung genannten Abstände ein. Eine pauschale Montagevorgabe für sämtliche Strömungswächter ist nicht sinnvoll, weil Sensorbauformen und Messverfahren unterschiedlich sind.
Prüfen Sie bei der Inbetriebnahme nicht nur den angezeigten Wert oder Kontaktzustand, sondern auch die Reaktion der Steuerung. Entsteht die vorgesehene Meldung, wenn der Luftstrom abnimmt? Wird die Freigabe unter den vorgesehenen Betriebsbedingungen wieder erteilt? Messstelle, Schaltpunkt und Anlagenlogik müssen zusammenpassen.
Für eine direkte Luftstromüberwachung wird die Strömung an der Sonde erfasst. Ein Differenzdruckschalter überwacht dagegen einen Druckunterschied. Welche Größe für die jeweilige Aufgabe geeignet ist, hängt von der Anlage ab. Weitere Informationen finden Sie unter Differenzdruckschalter: Funktion und Anwendungen.
Luftgeschwindigkeit und Volumenstrom: Was ist der Unterschied?
Die Luftgeschwindigkeit in m/s beschreibt, wie schnell sich Luft bewegt. Der Volumenstrom in m³/h gibt an, welches Luftvolumen einen Kanalquerschnitt pro Stunde durchströmt.
So berechnen Sie den Volumenstrom
Volumenstrom [m³/h] = mittlere Luftgeschwindigkeit [m/s] × Kanalfläche [m²] × 3.600.
Beispiel: 3 m/s × 0,20 m² × 3.600 = 2.160 m³/h. Das Rechenbeispiel ist kein zugesicherter Messwert eines Geräts.
Berechnung direkt im Gerät
KLGFVT-W LCD und PLGFV-W LCD berechnen den Volumenstrom nach Eingabe der Kanalfläche. Ein K-Faktor ist dafür nicht erforderlich.
Für aussagekräftige Ergebnisse muss die erfasste Geschwindigkeit den Kanalquerschnitt repräsentieren. Beachten Sie deshalb die Montagevorgaben und vermeiden Sie ungeeignete Messstellen mit Wirbeln oder stark ungleichmäßiger Strömung.
Ihre Vorteile mit S+S Strömungswächtern und Luftstromfühlern
Produkte vergleichenLinearisiertes Ausgangssignal für exakte Auswertung
Bei Ausführungen mit analogem Messwertausgang erleichtert das linearisierte Signal die Weiterverarbeitung in Reglern und Gebäudeleittechnik. Messbereich und Signalausgang müssen zur angeschlossenen Steuerung passen. Welche Messgenauigkeit erreicht wird, ergibt sich aus den technischen Daten und den Einbaubedingungen der jeweiligen Ausführung.
Kein K-Faktor nötig – Volumenstromberechnung direkt im Gerät
Modelle mit Volumenstromfunktion wie KLGFVT-W LCD und PLGFV-W LCD berechnen den Luftvolumenstrom aus der erfassten Strömungsgeschwindigkeit und der eingestellten Kanalfläche. Ein K-Faktor muss dafür nicht hinterlegt werden. Das vereinfacht die Parametrierung; Kanalquerschnitt und geeignete Messstelle bleiben entscheidend für ein aussagekräftiges Ergebnis.
Passende Schnittstelle für Ihre Regelung
Wählen Sie je nach Ausführung zwischen Analogausgang, Wechselkontakt und Modbus RTU. Geräte mit Automatic Output Switching (AOS), beispielsweise KLGFT/KLGFVT-W, PLGF/PLGFV-W und KHSSF-W, erkennen den erforderlichen analogen Ausgangstyp und schalten automatisch zwischen 0–10 V und 4–20 mA um.
Temperaturkompensierte Messung und Unterstützung beim Anlagenstart
Die kalorimetrischen Sensoren der genannten elektronischen Baureihen arbeiten temperaturkompensiert. Eine modellabhängige Anlaufüberbrückung unterstützt die Inbetriebnahme von Lüftern: Während sich der Luftstrom aufbaut, wird eine voreilige Störmeldung an die Gebäudeleittechnik vermieden. Je nach Gerät lässt sich die Überbrückungszeit auswählen oder einstellen; währenddessen wird noch kein tatsächlicher Strömungszustand ausgegeben.
Montage passend zur Einbausituation
Kanalgeräte, externe Sonden und Hutschienen-Ausführungen ermöglichen unterschiedliche Montagekonzepte. Bei den Kanalgeräten der Baureihe KLGF/KLSW unterstützen Montageflansch und verdrehgesichertes PLEUROFORM-Fühlerrohr die Ausrichtung. Für die Kanal- und Pendelvarianten ist ein robustes Gehäuse mit Schutzart IP65 angegeben; der Sensor selbst hat Schutzart IP20. Hutschienen-Ausführungen sind für den Einbau in Verteilungen oder Schaltschränken vorgesehen.
Einsatzbereiche der Strömungswächter
Lüftungs- und Klimaanlagen: Überwachen Sie die Luftströmung in Lüftungskanälen, an Ventilatoren und Stellklappen. Strömungsabhängige Signale unterstützen außerdem die Steuerung von Befeuchtern und elektrischen Heizregistern.
Raumluft- und Klimatechnik: In Wohn-, Arbeits- und Tagungsräumen liefern Luftstromfühler Messwerte für die übergeordnete Lüftungsregelung. So lässt sich die Luftförderung anhand der Anlagenvorgaben überwachen und anpassen.
Energiemanagement und DIN EN 16798: Messwerte zur Luftströmung unterstützen eine bedarfsgerechte Regelung der Luftvolumenströme und damit einen energieeffizienten Anlagenbetrieb. Ein Einsatzkontext sind Lüftungs- und Klimaanlagen, deren Planung und energetische Bewertung die Normenreihe DIN EN 16798 berücksichtigt. Für Nichtwohngebäude beschreibt DIN EN 16798-3 die Leistungsanforderungen an diese Anlagen. Die Strömungssensorik stellt dafür Eingangswerte für die Regelung bereit; die normgerechte Auslegung und Umsetzung erfolgt auf Anlagenebene.
Weitere Einsatzorte: Kinos, Konzerthallen, Verkaufsräume, Rechenzentren, Institute und Labore nutzen Lüftungstechnik mit unterschiedlichen Betriebsanforderungen. Für die hier beschriebenen Sensoren muss die Luft an der Messstelle nicht kondensierend und schadstofffrei sein. Das ist insbesondere bei der Auswahl für Labor- und Prozessumgebungen zu berücksichtigen.
Passende Ausführung für Ihr Projekt finden
Technische Beratung zur Produktauswahl anfragenVergleichen Sie die Strömungswächter und Luftstromfühler nach Aufgabe, Bauform und Ausgang. Für eine gezielte Auswahl benötigen Sie vor allem das Medium, den vorgesehenen Arbeitsbereich, die Einbausituation und die Schnittstelle zur Steuerung. Nutzen Sie die Produktfilter und die Unterlagen der jeweiligen Artikelvariante.
Häufige Fragen zu Strömungswächtern
Was unterscheidet einen Strömungswächter von einem Strömungsfühler?
Ein Wächter stellt typischerweise einen Schaltzustand zur Grenzwertüberwachung bereit. Ein Fühler beziehungsweise Messumformer liefert einen Messwert zur Auswertung. Manche Geräte verbinden beide Aufgaben. Maßgeblich sind die Ausgänge der ausgewählten Ausführung.
Kann ein Luftstromwächter auch Wasser überwachen?
Ein Gerät für die Messung im Luftkanal ist nicht automatisch für Flüssigkeiten geeignet. Für Wasser müssen Bauform, medienberührte Werkstoffe, Druck, Temperatur und Schaltbereich passen. Dafür stehen eigene Strömungswächter für flüssige Medien zur Verfügung.
Berechnet jeder Strömungswächter den Volumenstrom?
Nein. Diese Funktion ist nur bei entsprechend ausgestatteten Geräten vorhanden. Beispielsweise bieten KLGFVT-W LCD und PLGFV-W LCD eine berechnete Volumenstromgröße. Kontrollieren Sie, wie der Wert bei der gewünschten Variante konfiguriert und ausgegeben wird.
Wann ist ein Modbus-Gerät sinnvoll?
Wenn die Gebäudeautomation Messwerte digital über Modbus RTU auswerten soll. Die Schnittstelle muss zur Steuerung passen. Prüfen Sie außerdem die verfügbaren Register und Messgrößen sowie die Vorgaben für den Busanschluss.
Welchen Schaltpunkt sollte ich einstellen?
Der Schaltpunkt richtet sich nach dem erforderlichen Luftstrom der konkreten Anlage. Er muss zum Gerät und zur Messstelle passen. Ein allgemeiner Wert für alle Lüftungsanlagen wäre ungeeignet; kontrollieren Sie die Einstellung bei der Inbetriebnahme unter den vorgesehenen Betriebsbedingungen.
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